Erstens, um Dinge von mir und über mich, die öffentlich und gut erreichbar sein sollen, an einem Platz zu versammeln, auf den ich von überall Zugriff habe.
Zweitens, um Dinge, die es mir wert sind, sie aufzuschreiben – um sie nicht zu vergessen und um sie so aufzubewahren, dass ich sie wiederfinde. Mir ist es einfach wichtig, nicht immer „das Rad neu erfinden zu müssen“, sondern ich will auf alles, was mir – aus welchem Grund auch immer – als nicht selbstverständlich erschienen ist, aufbauen können.
Drittens, weil man beim Schreiben seine Gedanken strukturiert. Man muss die Dinge nicht in einem Rutsch herunterschreiben, sondern Texte entwickeln sich, entsprechend können sich die zugehörigen Gedanken über eine lange Zeit entwickeln. Und am Ende hat man etwas, wo lange Überlegungen klar und relativ kurz zusammengeschrieben sind.
Viertens, weil jeder an dem, was ich mir erarbeite, teilhaben kann.
Fünftens, um das Netz mit Dingen zu bereichern, die dort noch nicht so oft anzutreffen sind – daher auch nicht die hunderttausendsten Computertipps, sondern nur Dinge, bei denen ich glaube, irgend etwas Eigenes beitragen zu können. Ich schreibe das, was ich selber auch gerne lesen würde. Es macht mir generell Spaß und mich glücklich, wenn ich irgendwo etwas beitragen und verbessern kann, und in diesem Fall verbessere ich das Internet, indem ich Dinge hineinschreibe, die meiner Meinung nach dort zu finden sein sollten.
Sechstens, weil das Internet davon lebt, dass man nicht nur Fakten dort findet, sondern auch persönliche Meinungen und Erfahrungen – Dinge, die in anderen Medien kaum vorhanden sind. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen; keiner hat das Monopol, sondern jeder seine eigene Perspektive, die sich in der Summe zu etwas Großem verbinden.
Siebtens, weil persönliche Sichtweisen das sind, was Menschen am meisten voneinander unterscheidet, was man am schlechtesten direkt in Worte fassen kann, was die meisten Konflikte und Missverständnisse erzeugt, aber auch, wo es am meisten zu lernen gibt. Indem Menschen nicht wie im Smalltalk nur kleine Gedankensplitter tauschen, sondern ihre Vorstellungen in kohärenter Weise im Internet ausdrücken können, bieten sie ihren Mitmenschen ganz neue Einblicke.
Achtens, damit man besser einschätzen kann, mit was ich mich beschäftigt habe und von was ich Ahnung habe.
Neuntens kommen so auch meine Vorstellungen und Ansichten besser rüber – denn Nichtwissen führt meist dazu, dass sich Leute irgendwelchen Unsinn zusammenphantasieren.
Nein. Die Seite entwickelt sich im Laufe der Zeit; manches schreibe ich mit einem Konzept im Kopf, manches beruht lediglich auf einer vermeintlich guten Idee und entwickelt sich dann im Laufe der Monate und Jahre – oder auch nicht. Manches ist also aktuell; aber manche Texte habe ich nicht mehr angerührt, obwohl sie es nötig hätten. Ich garantiere für nichts. Für alles gab es mal einen guten Grund, aber die Dinge können sich verändert haben. Benutze deinen Verstand und sei kritisch.
Anfangs dachte ich, ich könnte alles online lassen. Aber manche Informationen sind doch erstaunlich schnell veraltet, und manche Texte haben sich dann doch nicht so entwickelt wie gehofft – also weg damit; nicht nur falsche Informationen sind schlecht, sondern auch irrelevante.
Datenschutz bedeutet zwar meist, dass möglichst wenige Daten erhoben und verbreitet werden sollen. Der Sinn ist jedoch, dass der Einzelne Kontrolle über seine Daten haben muss. Ich stelle online, was ich will – und wenn ich erkenne, dass es falsch ist, korrigiere oder lösche ich es. Somit kann ich sagen, dass alles so gemeint ist, wie es geschrieben ist. Das ist das Entscheidende; die eigentliche Gefahr von Datenmissbrauch besteht darin, dass Daten gesammelt werden und in der Summe so interpretiert werden, wie es niemals gemeint war – der Betroffene hat dann keine Chance, gegen diese scheinbar eindeutige Beweislage anzukämpfen.
Weil das Deutsche nunmal meine Muttersprache ist und ich es deshalb am besten beherrsche. Es geht mir darum, möglichst treffende Worte zu finden. Ich spreche englisch sicherlich gut genug – aber der Feind des Guten ist das Bessere; lieber ein sehr gutes Deutsch statt ein nur gutes Englisch.
Ich schreibe das HTML per Hand. Daher ist mir klares HTML wichtig. Standardkonformität weniger; Hauptsache, es funktioniert in den existierenden Browsern und ist elegant – egal, ob es jetzt im neuesten Standard verboten ist. Wichtig ist, dass der Inhalt so strukturiert ist, dass er bereits mit nacktem HTML übersichtlich aussieht. CSS dient nur dazu, es hübscher zu machen und mit Hilfe von Farben noch übersichtlicher. Weil ich auch gelegentlich mit Textmodus-Browsern wie w3m oder lynx surfe, halte ich eher Abstand davon, mit CSS HTML-Elemente komplett umzudefinieren. (Gerade auch weil in einem wirklich raffinierten CSS-Layout viel Arbeit und komplizierte CSS-Befehle stecken, für die ich auch zu faul bin.)
Aus ähnlichen Gründen weigere ich mich auch, die Textbreite zu beschränken und HTML-Dateien in Einzelseiten zu unterteilen – ich will niemandem vorschreiben, wie breit sein Fenster zu sein hat oder wann er „umblättern“ muss, ich halte derart starre und unflexible Einteilungen für nicht benutzerfreundlich, und werde erst recht nicht meine simple Seitenstruktur wegen dieser technisch unnötigen Restriktionen verkomplizieren.
Für Frames gilt das Gleiche. Sie werden zwar verteufelt – allerdings sind sie ideal, um eine Navigationsleiste einzublenden. Und damit eleganter als eine direkt eingebundene Navigationsleiste, die aktive Seiten erfordert und mit CSS positioniert werden muss. Keep it simple.
In Zeiten von „Web 2.0“ erscheint eine Seite ohne Kommentarfunktion oder andere Interaktivität vielleicht altmodisch. Allerdings: Muss immer alles interaktiv sein? Gerade heute, wo alles schneller zugespammt wird, als man schauen kann. (Deshalb musste ich schon das Gästebuch deaktivieren.) Mir ist wichtig, dass die Seite einfach ist, und nicht aus einer unnötigen Spielerei dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Außerdem meine Erfahrung: Sinnvolle Beiträge sind sehr selten. Man braucht nicht darauf zu hoffen, dass eine Community mithilft, das eigene Projekt vorwärts zu bringen – außer vielleicht, wenn die Community extrem groß ist (wie bei Wikipedia, Amazon und Co.). Es wird kein Input kommen – außer kindisch-dumm-destruktive Kommentare. Fazit: Hat alles keinen Sinn. Man kann mir ja immer noch eine Mail schreiben.
Nicht mit Absicht! Erstens bekomme ich endlos viel Spam und habe daher einen aggressiven Spamfilter. Zweitens habe ich manchmal einfach keinen Nerv, eine Antwort zu schreiben, und verschiebe es – manchmal vergesse ich es dann. Sorry!!!
Is nich. Ich will keine Werbung, Zugriffszahlen sind mir egal, und ich linke, wohin ich will.
Momentan auf einem vServer bei MoBo Solutions. Früher einmal auf einem Rechner, der bei einem netten Menschen namens Oliver Bartels in Erding steht – dann kam aber irgendwann der Zeitpunkt, wo ich root haben wollte, und nicht nur Webspace.