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Dies ist mein „Lexikon der interessanten Wissensfetzen“; wenn ich irgendwo etwas Faszinierendes erfahre, egal ob aus TV, Zeitung oder Radio, trage ich es hier ein. Das Lexikon ist dabei nicht als Konkurrenz z.B. zur Wikipedia gedacht, sondern als Ergänzung: dort findet man Artikel zu Begriffen, nach denen man sucht, während man hier Dinge und Zusammenhänge findet, die man nicht gesucht oder von deren Existenz man nicht einmal gewusst hat, die aber trotzdem sehr interessant sind (siehe hierzu auch den Wikipedia-Artikel Trivia). Entsprechend gibt es keine sinnvolle Sortierreihenfolge, zur Suche verwende man die Suchfunktion des Browsers.
Ähnliche Projekte findet man in meiner Linksammlung „Wissen“.

Auswahl der Artikel: 1–100 | 101–200 | 201–300 | 301–380

Lexikon-Inhalt: Artikel 1 bis 100

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Der Begriff "Boycott" stammt aus dem Irland des 19. Jahrhunderts. Die irischen Bauern waren zum großen Teil von den Engländern enteignet und in den klimatisch härteren Westen vertrieben worden - in Folge dessen rief der Anführer der irischen Landliga, Charles Stewart Parnell, die Bauern zum Widerstand auf. Ziel des Protests war der Landlord Captain Boycott; die Bauern weigerten sich, dessen Land zu bewirtschaften, so dass dieser schließlich entnervt Irland verließ.

ähnlich ist des mit dem Begriff "Sabotage": Fabrikarbeiter in Nordfrankreich warfen aus Protest ihre Holzschuhe (="sabots") in die Maschinen, die dadurch beschädigt wurden.

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Nach Frost tauchen Steine aus dem Erdboden auf. Grund: Der Boden taut von oben nach unten auf, und dabei schrumpft er - d.h. ein Stein, der vorher dicht unter der Oberfläche war, wird freigelegt. Beim Einfrieren passiert nicht das Gegenteil, weil sich der einfrierende Boden nicht nach unten ausdehnen (und den Stein herunterdrücken) kann, sondern die Ausdehnung immer nach oben geht - wenn der Boden unter dem Stein friert, wird der Stein nach oben gedrückt, wo er bis zum Auftauen bleibt.

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Für die Braunfärbung der Erde sind Eisenverbindungen verantwortlich. Das Braun wird meist mit zunehmender Tiefe intensiver, weil das Eisen vom Wasser nach unten gewaschen wird.
Nur in sauerstoffreichem Boden ist die Erde braun, weil es sich dort um Eisen-III-Verbindungen handelt. In sauerstoffarmen Böden entsteht Eisen-II, das grünlich bis grau ist.

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Die Rossbreiten haben ihre Namen tatsächlich von Pferden. Es sind die Gebiete rund um die Wendekreise, wo durch die innertropische Konvergenz Luft absinkt. Die Luft steigt in Äquatornähe, wo die Sonne senkrecht steht, nach oben, wandert nach Norden und Süden, sinkt bei den Wendekreisen wieder ab und weht von dort als Passatwind zurück zum Äquator. In dieser Absinkzone, zwischen dem Passatwind und der Westwindzone, ist es eher windstill (daher auch der Begriff "Kalmen") - Segelschiffe saßen früher in diesen Gebieten lange fest und mussten ihre Pferde schlachten, um nicht zu verhungern.

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Die Ritter am Schloss Horst bei Gelsenkirchen trugen Gewänder in den Farben blau-weiß. Das hat sich bis heute erhalten: die Farben des lokalen Fußballvereins "Schalke 04" sind ebenfalls blau-weiß!

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Dass der Erdumfang ziemlich genau 40000km beträgt, ist kein Zufall. Die früheren Maßeinheiten bezogen sich auf Körpermaße, und zwar meist auf die von Herrschern - so wurde z.B. in England das Yard definiert als die Entfernung von der Nasenspitze bis zum Daumennagel des ausgestreckten Arms bei König Heinrich I. Deshalb hatte man in Europa unterschiedliche Maßeinheiten, die aber oft die gleichen Namen trugen.
Mit der französischen Revolution wurden diese Einheiten abgeschafft und ein neues System entwickelt, das Herrscher-unabhängig sein sollte. Der Meter wurde definiert als zehnmillionsten Teil der Entfernung Nordpol-äquator, und 1799 wurde ein Urmeter aus Platin-Iridium angefertigt, das im Pavillon de Breteuil in Sèvres bei Paris aufbewahrt wird. Inzwischen wurde der Meter zweimal umdefiniert: ab 1960 war es die 1650763,73fache Wellenlänge der orangeroten Spektrallinie von Kr-86, seit 1983 ist es der 1/299792458-te Teil der Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Sekunde zurück legt. Grund: die Zeit kann man heute am genauesten messen (Unsicherheit: 10^-14 s). Das Urkilogramm aus Platin-Iridium ist dagegen immer noch gültig.
Die metrischen Maße wurden mit der Zeit von vielen Ländern übernommen, weil sie Handel und Wissenschaft vereinfachen - in Deutschland gelten sie seit dem preußischen Kaiserreich.

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Einer der Gründe dafür, dass die tiefsten Bohrlöcher der Welt bisher nur 10km tief sind, ist, dass sich die Bohrer schnell abnutzen. Wenn man das Bohrgestänge entfernt hat, schließt sich das Loch langsam wieder, so dass sich der neue Bohrer wieder durch Gestein fressen muss, das zuvor schon durchbohrt war - und bis der neue Bohrer wieder so weit unten ist wie der alte, ist er fast wieder stumpf.

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Die Hauptaufgabe von Stoßdämpfern ist nicht, dass die Fahrzeuginsassen bequemer fahren, sondern dass die Energie von Stößen absorbiert wird. Wenn das Auto auf schlechtem Untergrund ruhig fährt, statt herumzuspringen, ist es wesentlich besser kontrollierbar, weil die Räder immer Bodenkontakt haben. Bei einzelnen Stößen würde wohl eine simple Feder ausreichen, aber damit sich bei rhythmischen Stößen (Waschbrettpiste) die Fahrzeugbewegungen nicht aufschaukeln, muss unbedingt ein Dämpfungselement in die Federung.

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Es gibt verschiedene Arten von Strichen in der Typographie: Der einfache Bindestrich (Fachbegriff: Divis; engl. "hyphen") wird in Wörtern zur Trennung verwendet. Etwas länger ist der deutsche Gedankenstrich (engl. "en-dash"; ca. Halbgeviert), davor und dahinter kommt ein Leerzeichen. In den USA und in England wird stattdessen der längere Geviertstrich (engl. "em-dash") als Gedankenstrich verwendet, aber ohne Leerzeichen. Ein typographisches Geviert ist übrigens ein Quadrat, d.h. in einem Text mit der Schriftgröße 10 Punkt ist der Geviertstrich entsprechend 10 Punkt breit.

ähnlich wie mit den Gedankenstrichen gibt es auch bei den Anführungszeichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern: im Deutschen hat man Gänsefüßchen (d.h. davor unten, dahinter oben), im Englischen stehen die ersten Anführungszeichen dagegen auch oben, im Französischen verwendet man "doppelte spitze Klammern" (mit den Spitzen nach außen und einem kleinen Abstand zum Inhalt), und im Deutschen verwendet man auch manchmal die französischen Anführungszeichen, aber vertauscht (mit den Spitzen nach innen, und ohne Abstand). Ähnlich kompliziert ist es mit den einfachen Anführungszeichen. Weit verbreitet, aber typographisch inakzeptabel, ist die Verwendung der Zoll- (") bzw. Minutenzeichen (') als Anführungszeichen.

http://www.uta.fi/~trjusc/orthotyp.htm
http://www.typographisches.de/Inhalt/regeln.html
http://www.typolexikon.de/
http://rb.henschel.bei.t-online.de/newsgroup/textstriche.html

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Eine Wüste ist per Definition eine sehr trockene Gegend (Niederschlag weniger als 100mm pro Jahr - Deutschland hat typischerweise mehr als das Zehnfache). Obwohl man das immer damit assoziiert, muss eine Wüste keineswegs heiß sein - beispielsweise Eiswüsten sind auch Wüsten. Pflanzen können wegen Wassermangel nicht wachsen.

Beispiel: Timbuktu (Mali) ist fast wüstenartig, nur im August ist das Klima ein bisschen humid.
http://www.klimadiagramme.de/Afrika/timbuktu.html

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Eine Sandrose, ein manchmal blumenförmiges Gestein, wächst tatsächlich in der Wüste: in dem ariden Klima (d.h. Verdunstung höher als Niederschlag) steigt Grundwasser durch Kapillarkräfte auf und transportiert dabei gelöste Mineralien mit nach oben, u.a. Gips. Wenn das Wasser dann an der Oberfläche verdunstet, kristalliert der Gips um Sandkörner herum aus - die Sandrose ist also ein Gipskristall mit eingeschlossenen Sandkörnern.
http://www.mineralienatlas.de/index.php%3FMineral%3DGipsrose%26goback%3Dtoliste%26typ%3D0

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Eine Gerade mag zwar die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten sein, aber nicht unbedingt die schnellste. Wenn man z.B. mit dem Fahrrad einen Berg herunterrollt, ist ein ebener Weg mit konstantem Gefälle nicht die schnellste Möglichkeit. Die durch das Gefälle gewonnene potenzielle Energie und damit die Endgeschwindigkeit ist zwar bei allen Wegen gleich (Energieerhaltung in einem konservativen Potenzialfeld), aber während auf dem ebenen Weg die Maximalgeschwindigkeit erst am Schluss erreicht wird, erreicht ein Körper auf einem nach unten gekrümmten Weg schon am Anfang eine höhere Geschwindigkeit, die er dann zwar z.T. wieder verliert - aber unterwegs ist seine Geschwindigkeit höher, so dass das den Umweg gegenüber der ebenen Strecke (Kurve statt Gerade) zeitlich mehr als ausgleichen kann.
Dieses Problem heißt "Brachystochronenproblem": Die Gesamtzeit ist das Wegintegral über 1/v, und der Weg ds kann als sqrt(dx^2+dy^2) ausgedrückt werden; die Geschwindigkeit v ergibt sich aus der Energieerhaltung zwischen kinetischer (1/2*m*v^2) und potenzieller Energie (m*g*y) zu v=sqrt(2*g*y). Damit kann man die Gesamtzeit als ein Integral ausdrücken, das nur von x und y abhängt.
Das Minimum einer Funktion erhält man, wenn man die Nullstelle der Ableitung findet - hier muss man die Gesamtzeit ableiten, d.h. das Integral partiell ableiten und gleich Null setzen, und daraus kann man mit einigem Rechenaufwand die gesuchte Funktion y=f(x) ermitteln.

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Merkregel für die Werte von Sinus und Kosinus bei bestimmten Winkeln:
sin(0°) = 1/2 * sqrt(0) = 0
sin(30°) = 1/2 * sqrt(1) = 1/2
sin(45°) = 1/2 * sqrt(2)
sin(60°) = 1/2 * sqrt(3)
sin(90°) = 1/2 * sqrt(4) = 1
Dabei: cos(x)=sin(90°-x)
Herleitung: Aus einem rechtwinklig-gleichschenkligen bzw. halbierten gleichseitigen Dreieck; bei ersterem ist der Sinus von 45° gleich der Gegenkathete (Länge 1) durch die Hypotenuse (Diagonale, Länge sqrt(2)), ergibt mit sqrt(2) erweitert 1/2 * sqrt(2). Bei letzterem: bei 30° ist die Gegenkathete die halbierte Dreiecksseite, und die Hypotenuse die ganze Seite; die dritte Seite ist sqrt(3) nach Pythagoras: 2^2 - 1^2 = sqrt(3)^2.

http://mathforum.org/library/drmath/view/53929.html
http://mcraefamily.com/MathHelp/GeometrySpecialAngles.htm

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Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf einer Kugel (wie z.B. der Erde) verläuft auf einem Großkreis (d.h. einem Kreis, der seinen Mittelpunkt im Kugelmittelpunkt hat) und heißt Orthodrome. Auf (grundsätzlich verzerrt projizierenden) Karten erscheinen Großkreise, abgesehen von Äquator und evtl. den Meridianen, als gekrümmt - daher erscheinen Flugrouten (z.B. von Europa nach Nordamerika) als Umwege, obwohl sie kürzer sind als die scheinbar direkten Strecken auf der Karte. Zur Berechnung der Entfernung zwischen zwei Punkten auf der Erde muss man also den Winkel zwischen diesen Punkten und dem Erdmittelpunkt wissen, um mit Hilfe des Erdradius damit die Länge des Großkreisbogens berechnen zu können.

In Seekarten wird die Mercator-Projektion verwendet, die zwar nicht flächentreu ist (Grönland erscheint so groß wie ganz Afrika), aber dafür winkeltreu => Loxodrome (Linien, die Punkte mit gleichem Kurs verbinden, d.h. Meridiane mit gleichem Winkel schneiden) erscheinen als Geraden, man kann einen anhand der Karte mit Lineal ausgemessenen Kurs (= Winkel zum Nordpol) direkt fahren. Bei kurzen Strecken spielt es keine Rolle, dass man dabei einen kleinen Umweg fährt - über den Großkreis wäre es kürzer, aber man müsste laufend den Kurs ändern.

Den Mittelpunktswinkel (zur Entfernungsbestimmung über Großkreis) errechnet man mit dem Seitenkosinussatz; dazu legt man ein Kugeldreieck über die beiden Streckenendpunkte und den Nordpol. Die durch Buchstaben bezeichneten Strecken entsprechen auf der Einheitskugel den entspr. Mittelpunktswinkeln, der Winkel gamma liegt auf der Kugeloberfläche. Gamma ist also der Winkel am Nordpol und gleich der Längendifferenz, und a und b sind die Winkel zwischen den Punkten und der Erdachse, also 90° minus der jeweiligen geographischen Breite.
cos(c)=cos(a)*cos(b)+sin(a)*sin(b)*cos(gamma)

Großkreise: http://www.kowoma.de/gps/geo/grosskreise.htm
Kartenprojektionen: http://www.kowoma.de/gps/geo/Projektionen.htm
Kugeltrigonometrie: http://www.dr-lemke.de/Trigonometrie/Entfernungsberechnung/entfernungsberechnung.html

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Für Blindtext oder typographische Beispiele werden meist Beispielsätze genommen, die alle Buchstaben (in der jeweiligen Sprache) enthalten. Hier sind die bekanntesten Texte/Sätze:

Latein: "Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad minim veniam, quis nostrud exerci tation ullamcorper suscipit lobortis nisl ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Nam liber tempor cum soluta nobis eleifend option congue nihil imperdiet doming id quod mazim placerat facer possim assum." (nach dem Cicero-Text "De finibus bonorum et malorum")

Englisch: "The quick brown fox jumps over a lazy dog.", oder: "Pack my box with five dozen liquor jugs.", oder: "How razorback-jumping frogs can level six piqued gymnasts!"

Deutsch: "Zwölf große Boxkämpfer jagen Viktor quer über den Sylter Deich."

http://homepage.ntlworld.com/alan.pipes/pangram.html
http://www.iyp.org/Archives/iyp-l/0110/msg00246.html

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Im menschlichen Auge befinden sich am gelben Fleck, wo die Sehzellendichte am höchsten ist und womit man am schärfsten sieht, vor allem lichtempfindliche Zäpfchen, die für das Farbensehen zuständig sind. Am Rande des Blickfelds befinden sich mehr Stäbchen, die licht- und bewegungsempfindlicher sind. Darum passiert es, dass z.B. eine Leuchtstoffröhre ruhig aussieht, aber aus dem Augenwinkel betrachtet flimmert. Und angeblich kann man eine Sehtechnik erlernen, bei der man sich bei Dunkelheit auf den Rand des Blickfelds konzentriert (d.h. man schaut in eine andere Richtung, als man beobachten will) und so noch bei wesentlich weniger Helligkeit etwas erkennen kann.

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Man unterteilt die Gesteine in drei Typen: kristalline Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine.

Die kristallinen Gesteine sind vulkanischen Ursprungs; man nennt sie Tiefengesteine (Plutonite), wenn sie in der Tiefe aus der Magma entstanden sind, dort langsam abkühlen und somit große Kristalle bilden konnten (z.B. Granit), während die sogenannten Ergußgesteine (Vulkanite) erst an der Oberfläche entstanden sind, und dort wegen der schnelleren Abkühlung feinere Kristalle und ein glasähnlicheres Aussehen bildeten (z.B. Basalt). Magma bezeichnet man übrigens, sobald sie die Erdoberfläche erreicht, als Lava.

Sedimentgesteine entstehen, wenn Material unter Druck zusammengebacken wird. Aus Sand entsteht Sandstein, aus Tonschichten wird Tonschiefer, und tierische Ablagerungen werden z.B. zu Kreide oder Muschelkalk.

Metamorphe Gesteine entstehen, wenn ein beliebiges Gestein in der Tiefe hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt wird. Aus Granit wird Gneis, aus Kalkstein wird Marmor, aus Tonschiefer wird Schiefer.

http://www.geophysics.dkrz.de/fachschaft/faq/erdgest.htm

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Der Peitschenknall entsteht, weil eine Welle durch die Peitsche läuft, und dabei wird die Auslenkungsamplitude immer höher, weil die Peitsche zum Ende hin dünner wird (Energieerhaltung). Schließlich erreicht das Peitschenende Überschallgeschwindigkeit und knallt.

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Wir verwenden zwar die römischen Buchstaben als Großbuchstaben, aber die Buchstaben J, U und W kamen erst später hinzu. Die Kleinbuchstaben entstanden erst im Mittelalter, als aus der römischen Inschriften-Schrift eine Schreibschrift wurde. Das 'i' hatte ursprünglich keinen Punkt, aber als sich die Kleinbuchstaben entwickelten, kam es oft zu Verwechslungen zwischen z.B. "in" und "m", so dass in der Renaissance dem 'i' ein Punkt aufgesetzt wurde.
http://www.skriptweb.de/diverses/

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Die Sonne und v.a. der Mond sind für die Gezeiten verantwortlich, aber sie schaffen einen Tidenhub von typischerweise weniger als einen halben Meter, maximal (wenn Sonne und Mond zusammenarbeiten) 80cm. Aber weil die Küsten sehr unregelmäßig geformt sind, gibt es an verschiedenen Stellen Resonanzeffekte, so dass z.B. in der Bretagne 14m Tidenhub erreicht werden. Die Küstenform ist auch dafür verantwortlich, dass Niedrig- bzw. Hochwasser selbst in benachbarten Orten nicht gleichzeitig eintreten; der Zeitpunkt von Hoch- oder Niedrigwasser kann deshalb nicht berechnet werden, sondern muss aus Beobachtungen extrapoliert werden.
http://www.nautisches-lexikon.de/gezeitentheo/c.html

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Der Mond ist bei einer Mondfinsternis nicht vollkommen schwarz, sondern schwach dunkelrot und daher noch zu erkennen. Das liegt daran, dass ihn rotes Streulicht trifft, das von der Atmosphäre über den Horizont gestreut wird. Der Mond sieht von der Erde gewissermaßen das Morgenrot und Abendrot, das kurz vor dem Sonnenaufgang bzw. kurz nach dem Untergang zu sehen ist. Blaues Licht wird viel stärker weggestreut und kommt daher in der Atmosphäre auf direktem Weg nicht so weit wie rotes Licht.

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Die Drehbewegung beim Trudeln kommt daher, dass es bei einer Tragfläche einen Strömungsabriss gibt, während die andere noch Auftrieb erzeugt.

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Der Nachteil von Linsenfernrohren ist erstens die chromatische Aberration (Farbfehler durch Dispersion) und zweitens, dass man Linsen nur am dünnen Rand befestigen kann. Spiegelfernrohre dagegen brechen das Licht nicht (=> keine Dispersion), und können auf der gesamten Rückseite abgestützt werden.
Die Größe von Teleskopen entscheidet kaum über das Auflösungsvermögen, weil die atmosphärischen Störungen viel größer sind als Beugungserscheinungen an der Objektivöffnung - man baut Teleskope nur wegen der Lichtstärke so groß.

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Kondensstreifen entstehen, weil die Rußpartikel aus den Flugzeugtriebwerken als Kondensationskeime wirken - um die Partikel herum sammeln sich unsichtbar kleine Wassertröpfchen und werden dann sichtbar.
Der Wasserdampf ist schon in der Luft vorhanden, aber entsteht auch bei der Verbrennung (aus dem Wasserstoff der Kohlenwasserstoff-Verbindungen).

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Glaskeramik wird für Kochmulden verwendet ("Ceran-Kochfeld"), weil das Material praktisch keine Hitzeausdehnung hat und daher fast beliebige Temperaturen aushält, ohne zu zerspringen. Diese Eigenschaft macht Glaskeramik auch für große Spiegelteleskope interessant: die Form des Spiegels bleibt von Temperaturänderungen unbeeinflusst.

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Der Vollmond steht exakt auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite der Erde. Im Winter ist die Erdachse auf der entsprechenden Hemisphäre von der Sonne weggeneigt, und deshalb zum Vollmond hingeneigt. Deshalb geht der Vollmond im Winter früher auf, steht höher und geht später unter - genauso wie die Sonne im Sommer.

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Die "sieben Berge", hinter denen die sieben Zwerge im Märchen Schneewittchen wohnen, gibt es tatsächlich - sie sind südlich von Hildesheim im Leinebergland.

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Der amerikanische Pop-Art-Künstler Andy Warhol hieß in Wirklichkeit "Andrej Warhola" - denn seine Eltern stammen aus der Slowakei aus dem Dorf Mikova in der Nähe von Medzilaborce (dort gibt es auch ein Andy-Warhol-Museum), nahe der Grenze zu Polen und der Ukraine. Er hat seine Heimat nie besucht, aber Briefe an seine Verwandten geschrieben. Diese erfuhren aber erst 1987 nach seinem Tod, dass Andy ein weltbekannter Künstler war - im Sozialismus hatte man nichts von ihm erfahren.
http://parapluie.de/archiv/stadt/warhol/

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Licht wird beim Übergang zwischen Medien verschiedener Dichten gebrochen, weil die Lichtgeschwindigkeit in den Medien verschieden ist. Beim Übergang in ein dichteres Medium wird das Licht zum Lot hingebrochen (d.h. der Lichtstrahl geht steiler als vorher hinein), beim Übergang in ein optisch dünneres Medium vom Lot weg (d.h. der Lichtstrahl wird flacher). Bei letzterem Übergang kann der Lichtstrahl so stark gebrochen (d.h. so flach) werden, dass er nachher parallel zur Oberfläche ist - man hat Totalreflexion. So funktionieren auch Glasfaserleitungen: ein optisch dichtes Glas ist von einem optisch dünnen Glas umgeben, und das Licht wird an der Grenzschicht reflektiert, solange die Glasfaser nicht zu stark gebogen ist (dann fallen Lichtstrahlen zu steil auf die Grenzschicht und kommen durch, sie "koppeln aus").

untere Luftspiegelung: Z.B. über einer heißen Straße erhitzt sich die Luft, wodurch sie eine geringere Dichte bekommt, und die Grenzschicht wird für einen flachen Blickwinkel totalreflektierend: so entsteht eine "untere Luftspiegelung" (die Spiegelung ist unter dem Horizont), z.B. die scheinbaren Pfützen auf der Straße.

obere Luftspiegelung (Fata Morgana): Hier ist umgekehrt die warme Luft über der kalten (z.B. über kaltem Wasser oder Eis), und die Spiegelung ist oben über dem Horizont - so sind Objekte sichtbar, die eigentlich hinter dem Horizont sind, und daher viel näher aussehen, als sie wirklich sind. Oft entsteht noch eine zweite Spiegelung, so dass das Spiegelbild nicht einmal auf dem Kopf steht. Dieses Phänomen ist nicht nur die Erklärung für Trugbilder in der Wüste, sondern auch für den "fliegenden Holländer" (man sieht eine Spiegelung von einem Segelschiff, das hinter dem Horizont ist, hoch über dem Horizont fliegen). Vielleicht haben die Wikinger Grönland auch zuerst als Fata Morgana gesehen, der sie gefolgt sind. Auch vermeintliche Seeungeheuer können Luftspiegelungen gewesen sein, und auch der Durchzug der Israeliten durch das rote Meer war vielleicht nur die Durchquerung einer Fata Morgana.

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Pfeilgiftfrösche erzeugen ihr Gift nicht selbst, sondern nehmen es mit der Nahrung (Insekten) auf - d.h. gezüchtete Frösche sind ungiftig.

ähnlich ist es bei Flamingos: sie erhalten die rötliche Färbung ihres Gefieders (Karotinoide) aus der Nahrung (winzige Krebschen, Wasserschnecken); Flamingos in Zoos wären daher schneeweiß, würde man ihnen nicht einen speziellen Farbstoff ins Futter mischen.

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Die britische Flagge, der "Union Jack" (Herkunft des Namens unklar), entstand aus drei Flaggen: dem englischen Georgskreuz, dem schottischen Andreaskreuz und dem irischen Patrickskreuz (das walisische Davidskreuz wurde ignoriert).
Anfang des 17. Jahrhunderts, als der schottische König Jakob VI. den englischen Thron bestieg, wurden das englische Georgskreuz (rot auf weißem Grund) und das schottische Andreaskreuz (weißes Diagonalkreuz auf blauem Grund) kombiniert - das Georgskreuz dabei obendrauf und mit weißem Rand umgeben.
1801 wurde das irische Patrickskreuz (rotes Diagonalkreuz auf weißem Grund) hinzugefügt - und zwar leicht verdreht im Gegenuhrzeigersinn (daher die Asymmetrie seiner weißen Ränder), damit das Andreaskreuz erkennbar bleibt.

Die dänische Flagge, der "Danebrog", gilt als älteste Flagge der Welt. Der Sage nach fiel sie 1219 vom Himmel, als Waldemar II. in eine Schlacht gegen die heidnischen Esten zog ; er wertete sie als Zeichen Gottes, und besiegte die Esten. Das "rote Tuch" (das bedeutet "Danebrog" übersetzt) geht aber auf die Wikinger zurück, und im Mittelalter wurde ein weißes Kreuz als Zeichen des Christentums hinzugefügt.

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Der "District of Columbia", in dem die US-Hauptstadt Washington liegt, war ursprünglich quadratisch. 1791 kaufte die Regierung von den Staaten Maryland und Virginia ein zehn mal zehn Meilen großes Stück Land und legte dort die Hauptstadt an. Das "Washington Memorial", dieser bekannte Obelisk, steht exakt im Mittelpunkt dieses Quadrats.
1846 erzwangen die Bewohner, dass der Teil südwestlich des Potomac River wieder an Virginia zurückgegeben wurde - seitdem ist DC nicht mehr quadratisch, sondern die Grenze folgt dort dem Flusslauf.

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Zahlreiche Pflanzenfarbstoffe wirken als Indikatoren für Säuren und Basen. Das bekannteste Beispiel ist Rotkohl: er wird rot, wenn man Säure hinzugibt, und blau, wenn das Milieu basisch ist.
Diese Eigenschaft nutzen auch die Pflanzen aus: beispielsweise haben die blaue Kornblume, die dunkelrote Dahlie und die rote Rose den gleichen Farbstoff, aber verschiedene pH-Werte in den Zellen. Die meisten Pflanzen haben mehrere Farbstoffe, d.h. bei einer Veränderung des pH-Werts gibt es keinen plötzlichen Farbumschlag, sondern die Farbe ändert sich in mehreren Stufen, wie bei einem Universalindikator (genau, auch diese Teststreifen, anhand derer man den pH-Wert ermitteln kann, enthalten ein Gemisch aus verschiedenen Indikatoren).
http://www.fcho.schule.de/Experimente/Indikator.html

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Schon lange, bevor der erste künstliche Atomreaktor gebaut wurde (am 4.12.1942 von Enrico Fermi in Chicago), gab es einen natürlichen Reaktor: in Oklo (Gabun/Afrika). Dort gab es eine Uranlagerstätte mit ausreichend konzentriertem Uran und einem Anteil von U-235, der ungefähr den heutigen Kernkraftwerken entspricht (3%). Als vor zwei Milliarden Jahren Regenwasser einsickerte, fungierte es als Moderator und startete die Kettenreaktion, die über mehrere hunderttausend Jahre (mit Unterbrechungen) hinweg Energie erzeugte (in der Größenordnung von etlichen Kilowatt, d.h. ausreichend, um Wasser zu verdampfen - wodurch sich der Reaktor selbst abschaltete, da dann der Moderator fehlte).
Entdeckt wurde der Oklo-Reaktor, als bei der Urangewinnung auffiel, dass der Anteil von U-235 auffallend gering war, und zwar umso geringer, je höher die Gesamtkonzentration von Uran war (U-235 war also verbraucht worden). Außerdem wurden Spaltprodukte gefunden - man kann also ein atomares Endlager studieren, wie es nach vielen Millionen Jahren aussieht.
http://www.kernenergie-wissen.de/Oklo/oklo.html

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Dracula: Offensichtlich steckt hinter dieser Sagengestalt ein wahrer Hintergrund. Es gab nämlich im Gebiet des heutigen Rumänien (wenn auch nicht in Transsilvanien (Siebenbürgen), sondern in der benachbarten Walachei) im 15. Jahrhunder tatsächlich einen Herrscher mit dem Beinamen "Dracul" - dieser Name ist aber ein Ordenstitel (er war Mitglied im Drachen-Orden, lat. "draco" = Drache, gleichzeitig rumän. "drac" = Teufel). Für Grausamkeiten ist aber eher der Sohn von Dracul, Vlad Tepes, bekannt - im Kapf gegen die Türken ließ dieser etliche seiner Feinde auf Pfähle aufspießen.
Ungefähr auch zu dieser Zeit muss es eine Tollwut-Epidemie gegeben haben, und Tollwut macht Menschen aggressiv, beißwütig und lichtscheu. (Auch andere Krankheiten wären aber denkbar, z.B. Milzbrand.)
Die Nachfahren von Vlad Tepes leben unter dem Namen Kretzulesco noch heute in Bukarest.
http://www.benecke.com/szvampire.html
http://www.villa-fledermaus.de/vampyrjournal/tepes.htm
http://www.schenkendorf-krummensee.de/dracula/dracula.htm

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Das "Leporello", ein kleines Faltheftchen, ist nach dem Diener von Don Giovanni in der gleichnamigen Oper von W.A. Mozart benannt. Leporello hat nämlich eine solche zusammenfaltbare Liste mit den Damenbekanntschaften seines Herrn angelegt.

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Es gibt in Deutschland einige Städte, die erst nach dem zweiten Weltkrieg aus Ansiedlungen von Heimatvertriebenen entstanden sind. Meist liegen diese Städte etwas versteckt im Wald, weil sie auf den Flächen von Munitionsfabriken o.ä. angelegt wurden, und haben kein richtiges gewachsenes Zentrum. In Bayern sind die Städte Geretsried, Waldkraiburg, Neugablonz und Traunreut Beispiele dafür.

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Rotterdam ist der größte Seehafen der Welt; der größte Binnenhafen befindet sich in Duisburg.

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In Fribourg/Schweiz gibt es eine Standseilbahn, die von Wasser angetrieben wird: das Abwasser aus der oberen Stadt wird mit der Bahn nach unten transportiert, und zieht dabei Passagiere mit nach oben.

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Schnelle Flugzeuge haben gepfeilte Flügel, um die Schockwelle, die sich bei Annäherung an die Schallgeschwindigkeit an den Flügeln aufzubauen beginnt, besser zu verteilen.
Das erste Flugzeug mit Pfeilflügeln, die Messerschmitt Me-262 (einer der ersten Düsenjäger) hatte sie aber zunächst aus einem anderen Grund: die neuen Jet-Triebwerke waren schwerer als geplant, so dass die Flügelform modifiziert werden musste - aerodynamisch sicher kein Fehler.

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Der Begriff "Quark" für ein Elementarteilchen wurde von Murray Gell-Mann eingeführt, dieser hat es aus dem Buch "Finnegan's Wake" von James Joyce entlehnt:
Three quarks for Muster Mark!
Sure he hasn't got much of a bark
And sure any he has it's all beside the mark.

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Ländernamen sind nicht immer logisch: beispielsweise heißen die Bewohner von Österreich "Österreicher", aber die von Frankreich heißen nicht "Frankreicher", sondern "Franzosen" - das weiß jeder. Aber wie sieht es mit den Bewohnern von Malta, Monaco und Guatemala aus? Man nennt sie "Malteser", "Monegassen" und "Guatemalteken"!

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Roquefort: Der berühmte Blauschimmelkäse stammt aus dem gleichnamigen Ort im Süden von Frankreich, wo er in den Höhlen oberhalb des Ortes reift.
Der Sage nach entstand er auf folgende Weise: Ein junger Hirte ließ seine Schafe in der Nähe von Roquefort grasen, und nutzte dabei die Höhlen als Unterstand und deponierte dort seine Brotzeit, nämlich etwas Brot und Schafsmilch. Eines Tages lief er einem jungen Mädchen nach und kam erst nach einigen Tagen zurück. Inzwischen war das Brot in der feuchten Höhle verschimmelt, aber der Schimmel hatte aus der Schafsmilch einen leckeren Käse gemacht!
Auch heute noch werden die Schimmelsporen auf diese Weise erzeugt; zwei Gramm reichen dabei für 1000 Liter Milch.

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Obwohl Bambus bis zu 40m hoch werden kann und so stabil ist, dass in Asien daraus Brücken und Baugerüste gebaut werden, ist es kein Baum, sondern zählt zu den Gräsern.
In Asien wird der Bambus aber auch für sehr viel mehr Dinge genutzt: man macht aus ihm Möbel und Wasserleitungen, und die jungen Bambussprossen kann man essen. Auch in der östlichen Kultur ist der Bambus ein fester Bestandteil und taucht in der Kunst häufig auf. Beispiel: der Stararchitekt Ieoh Ming Pei (hat z.B. die Glaspyramiden vor dem Louvre gebaut; Insiderwitz: "Ieoh Ming Pei, and pay, and pay...") hat beim Hochhaus der Bank of China in Hongkong die Glasfassade optisch so unterteilt, dass die Unterteilungen wie die Knoten im Bambus-Halm wirken.

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Infraschall (weniger als 16Hz, für den Menschen unhörbar) hat eine extrem große Reichweite: mit entsprechenden Mikrofonen können große Explosionen (z.B. Atombomben) noch viele tausend Kilometer entfernt registriert werden, beispielsweise registrierte so ein Mikrofon im Bayerischen Wald die Explosion einer Chemiefabrik in Toulouse.

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Der Autor von "Pinocchio" heißt Carlo Lorenzini. Bekannt wurde er aber unter dem Namen Carlo Collodi - benannt nach dem kleinen Ort Collodi in der Toskana, aus dem seine Mutter stammt (er wurde in Florenz geboren). Collodi liegt ungefähr auf der Hälfte der Strecke von Florenz nach La Spezia.

Ganz in der Nähe (nördlich von Empoli, von Florenz aus auf einem Drittel des Wegs nach Collodi) liegt Vinci - aus diesem Ort stammt der berühmte Erfinder und Maler Leonardo da Vinci.

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Im Jahr 1833 wird der erst 17-jährige Prinz Otto von Bayern (ein Wittelsbacher) zum König von Griechenland ernannt, nachdem das Land von osmanischer Herrschaft befreit worden war. Im Folgenden verlegt er die Hauptstadt von Nauplia nach Athen, renoviert die heruntergekommene Infrastruktur und führt eine Verfassung ein, wird aber 1862 abgesetzt und verbannt. Bleibendes Zeichen seiner Herrschaft ist, dass heute noch die griechische Flagge aus den bayerischen Farben Weiß und Blau besteht.

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"Black Out" bei Elektronik: Strom ist weg, Datenverlust im RAM, das Gerät muss die Daten neu einlesen.
"Brown Out": nur ein kurzer Spannungseinbruch, aber etwas tückisch, weil man nicht sicher sein kann, ob die Daten nicht doch teilweise verloren gegangen sind. Daher haben manche Prozessoren Schaltungen, die bei einem Spannungseinbruch den Chip komplett resetten (wie beim Black Out), damit die Schaltung wieder in einem konsistenten Zustand ist und nicht etwa mit fehlerhaften Daten weiterarbeitet.

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Scuba-Diving: Weil in großer Tiefe ein hoher Wasserdruck auf den Menschen wirkt, wird die Atemluft in das Blut gepresst. Beim Auftauchen löst sie sich wieder (wie bei einer Sprudelflasche, die man aufschraubt) - und diese Luft in den Adern kann zu schweren Schäden führen. Daher muss man ganz langsam auftauchen; diese Dekompression kann bei großer Wassertiefe (z.B. 200m) viele Stunden oder Tage dauern.
Beim Apnoe-Tauchen braucht man keine Dekompression, weil man keine zusätzliche Luft einatmet - beim Auftauchen löst sich nur soviel Luft aus dem Blut, wie man vorher schon dabei hatte => 100m sind in wenigen Minuten machbar.
Beim Schnorcheltauchen ist die Pendelatmung der begrenzende Faktor; wenn der Schnorchel länger als ca. 50cm ist, atmet man die verbrauchte Luft vom vorherigen Ausatmen wieder ein. Hat der Schnorchel ein Ventil (so dass die ausgeatmete Luft ins Wasser geleitet wird), ist nach wenigen Metern der Wasserdruck das Problem: die Luft von der Oberfläche hat 1 Bar, aber der Wasserdruck ist dann deutlich höher; der Mensch hat zu wenig Kraft, mit der vom Wasser zusammengedrückten Lunge einzuatmen. (Beim Scuba-Diving bekommt man dagegen die Luft aus den Flaschen mit Druck.)
"SCUBA" heißt übrigens "Self Contained Underwater Breathing Apparatus".

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Erfindung der Münzen: Der lydische König ließ auf genau abgewogene Stücke einer Gold-Silber-Legierung sein Wappen prägen, mit dem er für den Metallwert garantierte. So mussten Händler das Edelmetall nicht erst abwiegen, sondern hatten genormte Stücke.

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"Von Tuten und Blasen keine Ahnung haben": Das waren die Tätigkeiten von Hirten und Nachtwächtern (wenig angesehene Leute), und wer selbst so eine einfache Sache nicht auf die Reihe kriegt, muss schon sehr dumm sein.

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ICE-Strecke Frankfurt-Köln: 177km, 18 Brücken, 30 Tunnel, 4000 Oberleitungsmasten, Fläche ähnlich wie der Frankfurter Flughafen, 550000 Kubikmeter Beton, Steigungen bis 4%, Kurvenüberhöhungen bis 17cm
Zug: max. 330km/h, 10880 PS, 415 Tonnen schwer, in 6 Minuten von 0 auf 300, Bremsweg aus Höchstgeschwindigkeit 11km (im Notfall: 3,24km)
Fahrt: 74min

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Eisenbahnräder sind nicht zylindrisch, sondern kegelförmig (Neigung: zwischen 1:40 und 1:20), damit sie von sich aus spurstabil sind, statt im Zickzack abwechselnd links und rechts mit dem Spurkranz gegen die Schienen zu krachen.
Grund für die Spurstabilität von Kegelrädern: wenn die Achse nicht rechtwinklig zu den Gleisen steht, fährt ein Rad weiter über seine Schiene nach außen, und das andere droht von der Innenseite seiner Schiene herunterzufallen. Aber da der Raddurchmesser wegen der Kegelform auf der Innenseite größer ist als außen, berührt das nach außen fahrende Rad die Schiene mehr auf seiner größeren Innenseite, und das andere Rad fährt auf seiner kleineren Außenseite. Bei konstanter Drehzahl (beide Räder sind durch eine starre Achse gekoppelt) fährt das nach außen fahrende Rad schneller als das nach innen fahrende, und die Achse fährt eine Kurve, bis sie wieder senkrecht zu den Gleisen ist.
Je stärker die Kegelneigung, desto spurstabiler ist das Rad (wichtig für Hochgeschwindigkeitszüge), aber umso größer ist der Verschleiß (das Rad liegt nicht mehr mit einer Fläche auf, sondern nur noch auf einer schmalen Kante).

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Fullerene: 1985 wurde entdeckt, dass es neben dem Diamantgitter (räumliches Gitter, hohe Stabilität) und dem Graphit (nur relativ locker verbundene Schichten) eine dritte Form gibt, in der Kohlenstoff vorkommt - und zwar in Form eines Fußballs, aus 60 Kohlenstoffatomen, die als 12 Fünfecke und 20 Sechsecke angeordnet sind. Diese Form wurde "Fulleren" (oder "Buckminster-Fulleren" oder "Buckyball") genannt, nach dem Architekten (und Multitalent) Buckminster Fuller. Dieser wurde durch seine stabilen und sehr materialeffizienten Bauwerke in Form genau solcher geodätischer Kuppeln bekannt.
Die Entdeckung der Fullerene wurde 1996 mit dem Chemie-Nobelpreis geehrt. Inzwischen sind auch Fullerene mit anderer Anzahl von Atomen bekannt.

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Bauxit (das rötliche Gestein, aus dem Aluminium in Form von Al2O3 gewonnen wird) ist nach dem Ort "Les Baux" in der Provence benannt - dieser liegt zwischen Avignon und Arles auf einem 245m hohen Felsplateau. Die Burg war im Mittelalter ziemlich bedeutend, aber heute wohnen nur noch wenige hundert Leute in der Stadt.

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Nylonstrümpfe wurden 1940 von DuPont auf den Markt gebracht. Der Name "Nylon" besteht aus den Anfangsbuchstaben von "New York" und "London".

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Einen Regenbogen kann man nur sehen, wenn die Sonne nicht zu steil steht, d.h. morgens oder abends. Wenn man den Regenbogen von einem hohen Punkt aus beobachtet (z.B. hoher Berg oder Flugzeug), kann man sogar einen Vollkreis sehen.

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Vögel haben die Stimmbänder nicht im Kehlkopf, sondern tiefer, in den Bronchien. In jedem Bronchienast ist ein Stimmband, eines ist für hohe, das andere für tiefe Töne. Daher können Vögel zweistimmig singen.

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Kanaldeckel sind rund, damit sie nicht in den Schacht fallen können. (Eckige Deckel können reinfallen, wenn sie in die Diagonale des Schachts fallen.)

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Kinofilme haben 24 Bilder/Sekunde, PAL-Fernsehen dagegen 25 Bilder/Sekunde (50 Halbbilder/Sekunde, da die Wechselstromfrequenz 50 Hz beträgt) und NTSC-Fernsehen knapp 30 Bilder/Sekunde (Netzfrequenz dort: 59,94 Hz).
Kinofilme werden also für NTSC um 0,03% verlangsamt und umkodiert (3:2 pulldown: die Bilder des Films werden abwechselnd auf 3 oder auf 2 NTSC-Halbbilder abgebildet, also 24/2 * (2+3) = 60).
Bei PAL wird der Kinofilm einfach um 1/24 = 4% schneller abgespielt, wodurch ein 120-Minuten-Film um 5 Minuten kürzer wird, außerdem erhöht sich der Ton um etwa einen Halbton (12 Halbtöne pro Oktave: 2^(1/12) = ca. 1/24) => Soundtrack von der CD klingt anders als die Fernsehfassung.

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Uhrzeigersinn: Die Erfinder der Uhr haben vermutlich die Drehrichtung der Zeiger dem Sonnenverlauf angepasst (so dass sich die Uhrzeiger in die gleiche Richtung bewegen wie der Schatten, den der Gnomon einer Sonnenuhr wirft). Wäre die Uhr also auf der Südhalbkugel erfunden worden, liefe sie wahrscheinlich in entgegengesetzter Drehrichtung.

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Bei Männern ist der Ringfinger länger als der Zeigefinger, bei Frauen umgekehrt.
Frauen haben im Verhältnis zur Körpergröße längere Beine als Männer (jene sind deshalb "Sitzriesen"), und ihre Haare wachsen schneller.

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Mond: Ob der Mond abnehmend oder zunehmend ist, kann man an der Form der Sichel erkennen; ist sie wie der Bogen eines kleinen 'a' geformt, ist der Mond abnehmend, ist sie dagegen umgekehrt wie das Oberteil eines 'z' in altdeutscher Handschrift, ist der Mond zunehmend.
Das gilt aber nur für die Nordhemisphäre - auf der Südhalbkugel stehen die Menschen "auf dem Kopf", daher ist der Mond für sie umgedreht.

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Damit Sensen beim Mähen nicht stumpf werden, muss man sie regelmäßig mit dem Wetzstein (den man im wassergefüllten Wetzkumpf dabei hat) schleifen.
Weil dabei die dünne, empfindliche Kante (der "Dangel") der Sense schnell weggeschliffen wird, muss sie regelmäßig gedengelt werden: dabei wird der Dangel auf dem Dengelstock flach gehämmert. Abgesehen vom Formen der Schneide hat das Dengeln noch einen Effekt: durch das Hämmern werden in der Metallstruktur Gitterversetzungen erzeugt, die das Material stabiler machen (an den Versetzungen können sich Risse nicht weiter ausbreiten) - genauso, wie Eisen durch das Schmieden an Festigkeit gewinnt.

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Am Medical Center der University of Tennessee in Knoxville/Tennessee gibt es die "Body Farm": ein eingezäuntes Gelände, auf dem die Verwesung von Leichen erforscht wird; jene liegen offen im Gelände herum und sind Wind und Wetter ausgesetzt.

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In Salamanca und Valladolid wird das Spanisch am "saubersten" gesprochen; daher haben viele Sprachreisen Salamanca als Ziel.

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Der RGB-Farbraum (rot, grün, blau; additive Farbmischung (Farben mischen sich zu weiß); z.B. in Röhrenmonitoren, LCD-Bildschirmen, Projektoren verwendet) ist größer als der CMYK-Farbraum (cyan, magenta, yellow, black; CMY = Komplementärfarben zu RGB; substraktive Farbmischung (Farben mischen sich zu schwarz); im Druck verwendet). Daher kann man nicht alle Farben, die man am Bildschirm sieht, auch tatsächlich ausdrucken.
RGB ist relativ nah am menschlichen Auge, weil dort die für das Farbensehen verantwortlichen Sehzäpfchen mit einem ähnlichen Verfahren arbeiten. Das menschliche Auge ist dabei am Empfindlichsten für grün, und Helligkeitsunterschiede werden besser erkannt als Farbunterschiede => in Fernsehsignalen wird oft für die Helligkeitsinformation mehr Bandbreite belegt als für Farbinformation, und bei dieser das Grünsignal bevorzugt.
Die Klassifizierung von Farben in einem Farbkreis ist komplett auf den menschlichen Seheindruck abgestimmt, weil die Farbe von der Frequenz des Lichts abhängt, und jene linear zunimmt - d.h. rotes und violettes Licht sind zwar subjektiv ähnlich und im Farbkreis nebeneinander, aber sind auf jeweils entgegengesetzten Seiten des für den Menschen sichtbaren Frequenzspektrums.
Auch der RGB-Farbraum ist übrigens nicht perfekt: beispielsweise lässt sich die Wirkung von Neonfarben nicht wiedergeben (Neonfarben wandeln das unsichtbare UV-Licht in sichtbares Licht um und sind daher heller als normale Farben im gleichen Licht).

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Der Göta-Kanal verbindet viele Gewässer und Seen und verläuft von Göteborg durch ganz Südschweden bis Stockholm. Er wurde 1810-1832 zum Gütertransport gebaut, weil diese Gegend das Kernland der schwedischen Industrie war - beispielsweise wurde Elektrolux dort gegründet, und die Ericsson-Brüder gingen dort in die Lehre. Aber die Eisenbahn machte innerhalb weniger Jahre den Kanal überflüssig. Heute verkehren dort drei Passagierschiffe im Linienverkehr, sie fahren mit gemütlichen 5 Knoten und brauchen somit für die 195km (davon 87km künstlich angelegt) und 58 Schleusen 78 Stunden.

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Das Wort "Fahrrad" stammt aus Bocholt: Dr. Otto Sarrazin gab hier im Jahre 1886 sein "Verdeutschungs-Wörterbuch" heraus und schlug für das bis dahin "Veloziped" genannte Vehikel das Wort "Fahrrad" vor.

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Hobos sind freiheitsliebende Leute, die durch die Gegend reisen (traditionell auf Güterzügen als blinde Passagiere), sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und sich brauchbare Dinge aus den Mülltonnen holen. In den USA gibt es rund 500 Hobos, und sie legen Wert auf die Feststellung, nicht kriminell und nicht drogenabhängig zu sein. Zur Abgrenzung zu Tramps und Bums sagen sie: "Hobos reisen durch das Land zur Arbeit; Tramps reisen, aber arbeiten nicht. Und Bums tun weder reisen noch arbeiten."

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Das erste Programm, das zu Demozwecken (z.B. in einer neuen Programmiersprache) geschrieben wird, gibt traditionell die Meldung "Hello World!" aus. Als Name für Variablen oder sonstige Namen in Demoprogrammen nehmen die Informatiker immer "foo" und "bar" (Ausnahme: Python-Programmierer sagen "spam" und "eggs", weil auch der Name der Programmiersprache von "Monty Python" abstammt), und bei Kryptologen heißen die beiden Gesprächspartner immer Alice und Bob.

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Die "Loggia dei Lanzi" in Florenz war das Vorbild für die Feldherrenhalle in München.
Das Schloss Versailles des Sonnenkönigs Ludwig XIV. war Vorbild für viele Schlösser in ganz Europa, deren Erbauer dem absolutistischen Pomp nacheifern wollten. Beispiel: der bayerische König Ludwid II. mit dem Schloss Herrenchiemsee.

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Bei einer Vergiftung wird dem Patient oft ein Komplexbildner verabreicht, der das Gift in einem Komplex bindet und somit inaktiv macht.

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Die berühmte Skulptur "Der Denker" von Auguste Rodin steht vor der Kunsthalle in Bielefeld.
http://www.bi-info.de/bielefeld/freizeit/skulptur/derdenker-fr.htm

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Der Name der Schwarzensiedlung "Soweto" (bei Johannesburg/Südafrika) ist eine Abkürzung für "South Western Township". Traurige Berühmtheit erlangte Soweto durch brutale Polizei-Aktionen während der Apartheid-Zeit.

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Das Segelschiff aus der Beck's-Werbung heißt "Alexander von Humboldt" und war ursprünglich ein Feuerschiff. Als Reserve-Feuerschiff im Jahr 1906 gebaut, stand es an verschiedenen Positionen in der Ostsee (wurde u.a. 1957 von einem Frachter gerammt und versenkt) und zuletzt in der Nordsee. Nach der Außerdienststellung kaufte es die "Deutsche Stiftung Sail Training" und baute es zu einem Großsegler um. Da diese Stiftung von der Beck's-Brauerei gesponsert wird, erscheint das Schiff in den Werbespots dieser Brauerei. Der Laternenmast des alten Feuerschiffs steht heute vor dem Schifffahrtsmuseum Kiel, und die Ankerwinde ist im Museumshafen Carolinensiel zu sehen.
http://www.dsstalex.de/
http://hanno.welcomes-you.com/alex.htm

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Dampfloks sind v.a. deshalb unwirtschaftlich, weil man sie nicht einfach ein- oder ausschalten kann. Zum Aufheizen braucht eine Schnellzuglok rund 8 Stunden, d.h. sie muss rund um die Uhr unter Dampf stehen, um fahren zu können. Mit dem Wasservorrat kommt eine Schnellzuglok rund 200km weit, die Kohle reicht für ca. 700km.

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Die erste schnelle Postverbindung von Europa nach Südamerika funktionierte mit Flugzeugen, die die Post etappenweise bis nach Westafrika brachten; von dort aus ging es mit dem Flugboot "Dornier Wal" über den Atlantik. Auf der Hälfte der Strecke landete es bei einem Versorgungsschiff, wurde hinaufgekrant, aufgetankt und mit einem Katapult zum Weiterflug bis Südamerika gestartet. Diese Verbindung wurde von der Lufthansa betrieben, und bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs kamen immerhin 500 Flüge zusammen.

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Raumfahrt: Das Anstrengende an Weltraumspaziergängen sind die starren Raumanzüge, die 120kg schwer sind und in denen jede Bewegung viel Kraft kostet.

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überschwemmung: Gefahr droht, wenn der Boden nach langem Regen absolut gesättigt ist, so dass sämtlicher weiterer Niederschlag oberflächlich abfließen muss. Dann können Bäche innerhalb von Minuten über die Ufer treten, und selbst wenn Deiche vorhanden sind, kommt das Wasser aus allen Löchern und Gullys, sogar durch Steckdosen in die Häuser.

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Lotsenausbildung: Dazu gibt es das "Port Revel Shiphandling Center" nördlich von Grenoble/Frankreich, wo Schiffe und Häfen im Maßstab 1:25 nachgebaut sind. Ein Supertanker ist beispielsweise 15m lang und 3m breit, die Lotsen bzw. Kapitäne sitzen in den Modellschiffen, haben die gleichen Blick wie von der Brücke eines echten Schiffs, echte Wasserstraßen sind nachgebaut (wie z.B. ein Abschnitt des Suezkanals), die Wellen sind maßstabsgerecht (30cm), und sogar die Leinen haben eine maßstabsgerechte Bruchlast.

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Zum Wasserskifahren braucht man eine Mindestgeschwindigkeit von ca. 2 m/s.

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Der New Yorker Central Park (3km lang, 700m breit) ist in etwa so groß wie das Fürstentum Monaco.

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Dächer mit Holzschindeln: Diese Bauweise findet man oft am bayerischen Alpenrand. Dort gibt es viele Fichten (=> glattes, astfreies Holz, gut spaltbar), das Holz wurde im Winter zu Schindeln gespalten und im Sommer wurden damit Dächer gedeckt. Die Dächer sind flach, daher braucht man keine Nägel; gegen Sturmschäden legt man Steine (vom Feld) zum Beschweren drauf. So ein Dach ist absolut regendicht und mindestens so sturmfest wie ein Ziegeldach.

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"Nickelodeon" ist der Name vieler Kinos, weil in den ersten Kinos von New York der Eintritt einen "Nickel" (=5 Cent) kostete.

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"031" ist die Testnummer vieler Telefongesellschaften. So kann man z.B. bei der Telekom über diese Nummer den Netzübergabepunkt erfahren (01033/031).

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Im Süden von Manhattan ist noch der Straßengrundriss der alten holländischen Siedlung erkennbar (nördlich davon: Straßen im Schachbrettmuster). Dort, wo die Holländer einen Schutzwall gegen die Briten errichtet hatten, ist heute die "Wall Street".

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Herkunft von Firmennamen:
"Haribo" = Hans Riegel, Bonn
"Ricola" = Richterich und Co., Laufen
"Aldi" = Albrecht Discount
"Hertie" = Hermann Tietz
"Victorinox" = "Victoria" (Ehefrau d. Firmengründers Carl Elsener) und "inoxidable" (rostfrei)
"Lego" = "leg godt" (dän. "spiel gut") - unwissend, dass auch lat. "lego" = "ich verbinde" heißt
(siehe auch http://faql.de/etymologie.html#marken )

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Das Gesäuse (Tal in der Steiermark in Österreich) hat seinen Namen von der Enns, die mit lautem Rauschen durch das Tal fließt.

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Chemische Verbindungen mit viel Sauerstoff haben die Silbe "per" im Namen, z.B. Wasserstoffperoxid. Das "per" stammt von "super", früher sagte man "Wasserstoffsuperoxid".
Weil Sauerstoff ein gutes Bleichmittel ist, wird er in vielen Waschmitteln verwendet. Auch hier taucht die Silbe "per" auf: z.B. in "Persil".

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Kleinbildfilm: ist nichts anderes als ein Stück 35mm-Film (Filmrollen wie im Kino verwendet), das im Fotoapparat statt in der Filmkamera verwendet wird.

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SMS: Viele Mobiltelefone haben als voreingestellten Ton für den Empfang einer SMS eine Folge von Pieptönen, nämlich ...--... (dreimal kurz, zweimal lang, dreimal kurz). Das ist nichts anderes als das Morsezeichen für die Buchstabenfolge "SMS"!

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Eine Schlammflut, wie sie bei Erdrutschen oder Vulkanausbrüchen entsteht, besteht nur aus relativ wenig Wasser (typischerweise 20%), ist ungefähr so flüssig wie Wasser, hat aber die Dichte von Gestein. Bäume schwimmen darauf (normalerweise tauchen sie zu 2/3 ein), und sogar Betonteile wurden schon schwimmend gesichtet.

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Die Flusssysteme des Orinoco (Venezuela) und des Amazonas (Brasilien) sind unterirdisch miteinander verbunden.

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Flüsse, die in ihrem Lauf keine Seen haben, haben oft milchiges, trübes Wasser, weil sich das feine Schwemmgut nirgendwo absetzen kann.

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"Hinz und Kunz": Im Mittelalter hießen fast alle Männer Heinrich oder Konrad, und "Hinz" und "Kunz" sind Koseformen davon.

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Kimberley: 1867 entdeckte der 15-jährige Erasmus Jakob beim Spielen einen Diamanten mit 21,25 Karat (Name "Eureka", heute im Museum von Kimberley/Südafrika).Daraufhin grub man auf der Farm der de-Beers-Brüder auf der Suche nach weiteren Diamanten ein Loch: das "Big Hole" ist heute 800m tief und hat einen Durchmesser von 1500m.

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Sandwich-Bauweise: Die Stabilität eines Objekts wächst quadratisch mit der Dicke seiner Wand. Daher macht man die Wand innen und außen aus möglichst festem Material (z.B. kohlefaserverstärktes Epoxydharz), und verwendet dazwischen als Abstandhalter ein möglichst leichtes Material. So kann man die Schale dick, aber trotzdem leicht bauen.

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Ein Deich bricht selten unter der Kraft der anprallenden Wellen, sondern vor allem, wenn überschwappendes Wasser ihn von hinten aushöhlt.

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Angeschnittenes Obst wird braun, weil sich mit dem Luftsauerstoff Melanin bildet. (Melanin macht auch die menschliche Haut braun, wenn man viel in der Sonne ist.)